Marokkanische Veranstaltungen

In Marokko gibt es eine große Anzahl an traditionellen Festen und Veranstaltungen. Hierbei handelt es sich um staatliche sowie religiöse Feiertage. Die religiösen Feiertage finden jedes Jahr an einem anderen Datum statt, da diese sich nicht nach dem Mondkalender richten. Somit sind diese Feiertage von der Sichtung des Neumonds abhängig und werden meist sehr kurzfristig bekannt gegeben.

Hier eine Kurzbeschreibung der drei wichtigsten Feste:

Eid al-Fitr
Nach der Fastenzeit wird das Eid al-Fitr gefeiert, das sogenannte Fastenbrecherfest.
Das Eid al-Fitr Fest wird traditionell mit Honigkuchen, Linsensuppe und Datteln eröffnet und findet am Ende des Ramadans statt. Für die meisten Marokkaner ist dieses Fest so heilig das viele Geschäfte geschlossen haben und das öffentliche Leben fast zum stillstand kommt.

Eid al-Adha
Das Eid al-Adha (Opferfest) ist für die meisten Marokkaner das wichtigste Fest im Jahr. Gefeiert wird 4 Tage zum Höhepunkt der Wallfahrt (Hadsch) nach Mekka. Für die Marokkaner die es finanziell erlauben können ist die Opferung eines Tieres Pflicht. Als Opfergabe werden Schafe und Ziegen genommen. Auch in dieser Zeit steht das öffentliche Leben im Land still.

Moussem des Moulay Idriss
Die Reise nach Moulay Idriss ist die zweitwichtigste Pilgerfahrt für die meisten Muslime. Im Laufe des Septembers findet dieses Moussem an drei aufeinander folgenden Wochenenden statt. Der Volksglaube sagt, dass sieben Wallfahrten nach Moulay Idriss die Hedj nach Mekka ersetzen können.
An diesem Feiertag bleiben die Muslime gerne unter sich.

Hier eine kleine Übersicht der weiteren Feste und Veranstaltungen:

  • Februar/März findet in Tafraout das Mandelblütenfest statt
  • März/April kann man das Nomadenfestival in M’Hamid bewundern
  • Im Mai/Juni findet das Rosenfest in El Kelaa M’Gouna statt
  • Des Weiteren wird im Juni das Gnaoua Musikfestival in Essaouira
  • und das Kirschfest in Sefrou gefeiert
  • Im Juli findet das Folklorefestival in Marrakesch statt
  • Das internationale Kulturfestival kann man im August erleben
  • Im September wird der traditionelle Heiratsmarkt in Imilchil durchgeführt
  • Das Dattelfest Erfoud findet im Oktober statt
  • Und zum Internationalen Filmfestival in Marrakesch zieht es jedes Jahr im Dezember tausende Besucher

Feste in Marokko

Orientalische Veranstaltungen in Deutschland

Marokkanische Veranstaltungen sind immer mit einer besonderen Optik sowie vielen Farben und Formen und Gerüchen verbunden. Mittlerweile finden der orientalische Stil und das damit verbundene Ambiente auch in Europa, und besonders in Deutschland, immer mehr Anhänger.

Viele Veranstalter empfangen ihre Gäste in der typischen orientalischen Atmosphäre. Hierzu gehören Dekorationselemente wie verzierte Tische, Hocker und Sitzgarnituren, Tücher, Saris und große Kissen. Landestypische Teppiche, Laternen, Lampen und Windlichter. Messing und Silbertabletts sowie klassische Wasserpfeifen und Shishas. Und natürlich darf das traditionelle orientalische Beduinenzelt nicht fehlen.

Im künstlerischen Bereich werden traditionelle Künstler wie Hennamaler, Bauchtänzerinnen sowie Schwert- Zimbel- und Schleiertänzerinnen eingesetzt.

Aber auch landestypische Speisen kann man in Deutschland bei ausgesuchten Caterern erhalten.
Hierzu gehören klassische Speisen wie Couscous, Lamm-Kebabs mit Kräutern, Tajine mit Huhn und Sesam, die marokkanische Ramadansuppe, Shakshuka, der Bulgursalat und die Kokoslinsen.
Quelle: www.axentus.de

Rezept für marrokkanischen Karottensalat

Salat al-gazar heißt dieser sehr leckere Karottensalat, der in Marrokko auf einer Vorspeisentafel nur selten fehlt.

Für 4 Personen benötigt man dazu folgende Zutaten:

500 gr. Möhren
5 Knoblauchzehen fein gehackt
1 Chillischote
1 Bund glatte Petersilie
5 Eßlöffel Olivenöl
2 Eßlöffel Zitronensaft
2 Eßlöffel Orangensaft
1 Eßlöffel Honig
1 Eßlöffel Paprikapulver, edelsüß
1 Teelöffel Cumin (Kreuzkümmel)
1 Teelöffel Salz
1 Teelöffel schwarzer Pfeffer
1 Teelöffel Koriandersamen

Zubereitung des Salat al-gazar:

Die Karotten putzen, in dünne Scheiben schneiden und ca 8 bis 10 Minuten kochen. Sie sollten nicht zu weich werden. Aus dem Orangensaft, Zitronensaft, dem Olivenöl und dem Honig eine Marinade anrühren und mit Salz, Pfeffer, Cumin, Paprikapulver und Koriandersamen würzen. Die Knoblauchzehen, und die Petersilie fein hacken, die Chillischote entkernen und ebenfalls hacken und zur Marinade geben. Anschließend die noch warmen Möhrenscheiben zum Dressing geben und gut durchrühren. Der fertige Salat sollte dann mindestens für eine Stunde, besser noch länger im Kühlschrank durchziehen.

Jeanne-Claude Biografie – Von Casablanca nach New York

Jeanne-Claude (1935-2009) war Künstlerin und unter anderem bekannt als Partnerin und spätere Ehefrau des Künstlers Christo. Geboren wurde Jeanne-Claude unter dem vollständigen Namen Jeanne-Claude Denat de Guillebon in Casablanca, der größten Stadt in Marokko.

Jeanne-Claude und Christo

Nachdem Jeanne-Claude die ersten 10 Jahre ihrer Kindheit bei ihrem Vater verbracht hatte, lebte sie nach Ende des 2. Weltkrieges (seit 1945) bei ihrer Mutter. Gemeinsam mit ihrer Mutter und deren Ehemann zog Jeanne-Claude noch im selben Jahr nach von Marokko nach Frankreich (Paris). Im 17. Lebensjahr der späteren Künstlerin siedelte sie mit ihrer Familie (aus beruflichen Beweggründen des Ehemanns ihrer Mutter) nach Tunesien über – fünf Jahre später fand dann die Rückkehr nach Paris statt.

Jeanne-Claude, die in wohlhabenden Verhältnissen aufgewachsen war, beendete ihre Schullaufbahn mit Auszeichnung (Hauptfächer: Latein und Philosophie) und entschied sich im Anschluss zu einer Ausbildung als Flugbegleiterin.

Den Künstler Christo lernte Jeanne-Claude während ihres 23. Lebensjahres (1958) kennen – kurz nachdem ihre Familie wieder nach Paris zurückgekehrt war. Da sich die Mutter Jeanne-Claudes begeistert zeigte von den Porträt-Zeichnungen Christos, beauftragte sie den Künstler mit verschiedenen Projekten. Jeanne-Claude, die anfangs keine große Sympathie für Christo hegte, wurde von ihm mit der Zeit in Kunstgeschichte unterrichtet. Während Jeanne-Claude sich später mit ihrem damaligen Freund verlobte, führte Christo zunächst eine Beziehung mit der Halbschwester Jeanne-Claudes. Noch vor der geplanten Hochzeit Jeanne-Claudes verliebten sie und Christo sich aber ineinander und Jeanne-Claude wurde von dem Künstler schwanger. Obwohl die Hochzeit trotzdem zunächst wie geplant durchgeführt wurde, trennte sich die spätere Künstlerin bald nach den Flitterwochen von ihrem Mann.

Jeanne-Claude und Christo führten nun zunächst eine heimliche Beziehung, während der im Jahr 1960 der gemeinsame Sohn Cyril geboren wurde. Nachdem Jean-Claudes Eltern von der Beziehung ihrer Tochter mit Christo erfahren hatten, strichen sie jegliche finanzielle Unterstützung, sodass das Paar zunächst sehr bescheiden leben musste.

Ihre gemeinsame künstlerische Tätigkeit mit Christo begann Jeanne-Claude im Jahr 1961. Zur gleichen Zeit begann eine langsame Versöhnung zwischen Eltern und Tochter. 1962 folgte ein großes Projekt des Paars, das auf den Berliner Mauerbau hinweisen sollte. Im gleichen Jahr heirateten Jeanne-Claude und Christo. Mitte der 1960er Jahre zog Jeanne-Claude dann mit Christo und dem gemeinsamen Sohn nach New York, da sich die Stadt zunehmend als Zentrum der Kunst entwickelte.

Gemeinsam mit ihrem Ehemann realisierte Jeanne-Claude in den folgenden Jahrzehnten etliche Kunstprojekte, zu denen vornehmlich Verhüllungen von Gebäuden zählten.

Am 18. November 2009 erlag die Künstlerin schließlich im Alter von 74 Jahren einer Hirnblutung. Auf der Gedenkseite zu der Künstlerin Jean Claude können Trauernde einen virtuelle Kerze anzünden und für eine Minute inne halten und der verstorbenen gedenken.

Handel in Marokko

Marokko hat großes wirtschaftliches Potential. Problematisch ist jedoch die hohe Zahl von Arbeitslosen, die das Land zu verzeichnen hat. Vor allem die Löhne der Landbevölkerung, die einen Großteil der Exportgewinne des Landes garantieren, reichen kaum, um das Überleben sicherzustellen. Noch heute ist Marokko eines der ärmsten Länder in Nordafrika.

Große Teile der Bevölkerung können weder lesen, noch schreiben. Aufgrund der großen Armut des Landes besteht die Hauptnachfrage von Marokko, sprich der Import aus Medikamenten, Fertignahrungsmitteln und Fahrzeugen, die das Land vor allem aus Europa und China bezieht. Trotzdem zeichnen sich einige positive Tendenzen ab, vor allem scheint das Land sich dahingehend weiterzuentwickeln, dass es neben dem Export landwirtschaftlicher Güter nun vermehrt auch auf den Export industrieller Güter oder Erzeugnissen aus der Viehzucht setzt.

Gewürze auf einem Markt in Marokko

Denn Marokko ist ein Land, das primär von der Landwirtschaft geprägt ist. Große Ackerflächen, sowie überaus günstige klimatische Bedingungen machen Marokko zum idealen Standort für den Anbau diverser Feldfrüchte. Vorrangig produzieren die Landwirte in Marokko Trauben, Melonen, Oliven und Kartoffeln, Zuckerrüben, Datteln, aber auch Hülsenfrüchte, wie Erbsen Linsen und Bohnen. Ein Großteil dieser Produktion wird in die europäischen Länder verschifft. Der Verkauf von Agrarprodukten macht einen Großteil der Einnahmen aus dem Export aus.

Neben der Landwirtschaft hat sich auch die Viehzucht in Marokko in den letzten Jahrzehnten stetig weiterentwickelt und wird für das Land neben der Landwirtschaft immer mehr zum wirtschaftlich positiven Faktor. Vor allem hinsichtlich der Infrastruktur hat Marokko in den letzten Jahren sehr deutliche Fortschritte gemacht, was zu einem starken Ausbau der Viehwirtschaft führte.

Neben der Viehzucht ist auch die Fischerei des Landes anzuführen, die mit der bereits angesprochenen Verbesserung der Infrastruktur immer mehr an Bedeutung gewinnt. Die europäischen Länder kaufen viele Fische und Meeresfrüchte aus den Beständen Marokkos, wie zum Beispiel Shrimps, Sardellen, Schalentiere, Muscheln, Makrelen, Sardinen und Thunfische. Hier ist neben den Primärerwerbsquellen im Rahmen des Exports, nämlich dem Verkauf von Agrar- und Viehprodukten ein weiterer potentieller Wachstumsfaktor zu sehen.

Darüber hinaus ist Marokko der führende Produzent von Phosphatgestein. Hier kommt Marokko die Weltmachtstellung auf dem Markt zu, da kein anderes Land auf der Welt über einen solch großen Vorrat verfügt. Hier liegt beim Export ein sehr großes Gewinnpotenzial, da dieser Rohstoff auf dem Weltmarkt sehr stark nachgefragt wird und Marokko diesen Markt bedienen kann.

Obwohl eine positive industrielle Entwicklung zu verzeichnen ist, bleibt die Industrie der Landwirtschaft hinsichtlich der Einnahmemöglichkeiten durch den Export von Waren untergeordnet. In industriellem Rahmen werden vorrangig Schuhe, Wein und Baustoffe verarbeitet und gewinnbringend exportiert. Ein wachsender Zweig ist die Produktion von Kunstwerken, Dekorationsartikeln und orientalischer Möbel, die auf dem jetzigen Markt immer stärker nachgefragt werden.

Geschichte der Hauptstadt Rabat

Rabat ist seit der Unabhängigkeit Marokkos von Frankreich im Jahre 1956 die Hauptstadt Marokkos. Die geschichtsträchtige Stadt hat heute über 600.000 Einwohner und liegt direkt am Atlantischen Ozean.

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Marokkanische Architektur

In der Vergangenheit wurde Marokkos Architektur maßgeblich von den Mauren geprägt. Dabei griffen diese auf die Grundlagen der andalusischen Baukunst zurück. So kam es, dass sich in der marokkanischen Bauart der religiöse Ursprung sowie die islamische Geschichte des Landes widerspiegeln.

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König Mohammed VI – Marokkos Herrscher

Das Königreich Marokko befindet sich geographisch im Nordwesten Afrikas und liegt durch die Straße von Gibraltar an der Pforte zu Europa. Das Land, welches seit 1999 von König Mohammed VI regiert wird, gilt für afrikanische Verhältnisse als liberal und fortschrittlich. So proklamierte der König sofort nach seiner Thronbesteigung im Juli 1999 die Modernisierung und Demokratisierung seines Landes als politische Ziele seiner Regentschaft und erklärte dem islamistischen Fundamentalismus und jeder Form von Terrorismus eine Kampfansage.

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Rabat – Hauptstadt Marokkos

Die marokkanische Haupt- und Königsstadt Rabat ist auf jeden Fall eine Reise wert. Eine der wichtigsten Sehenswürdigkeiten ist die Kabah des Oudaia, eine hoch auf einem Felsen gelegene Festungsanlage mit Moschee, Palast, in dem ein Museum untergebracht ist, und einem beeindruckenden Garten im andalusischen Stil.

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Straße der Kasbahs

Die Kasbahs, die vor allem im südlichen marokkanischen Atlasgebirge zu finden sind, sind aus Lehm gebaute Burgenanlagen oder Zitadellen, die den Berbern als Residenzen dienten und immer noch dienen. Diese interessanten Bauwerke in der grandiosen marokkanischen Landschaft diente schon vielen berühmten Filem als Kulisse.

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Marrakesch

Die Königsstadt Marrakech (oder Marrakesch), gelegen an den Ausläufern des Hohen Atlasgebirges, ist eine bunt schillernde, geheimnisvolle und sehr lebendige Metropole der orientalischen Welt.

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